Fataler rentenpolitischer Stillstand
Die Ampel-Regierung fährt die gesetzliche Rente in den nächsten Jahren absehbar ins Defizit. Dann werden die nächsten Kürzungen drohen – der Einstieg in die Aktienrente wird das nicht abwenden.
Die Ampel-Regierung fährt die gesetzliche Rente in den nächsten Jahren absehbar ins Defizit. Dann werden die nächsten Kürzungen drohen – der Einstieg in die Aktienrente wird das nicht abwenden.
„Die Rentenkasse wird geplündert und ihr droht künftig die Zahlungsunfähigkeit“, kritisiert der rentenpolitische Sprecher Matthias W. Birkwald.
Für Matthias W. Birkwald ist die Waisenrente „ein weiteres wichtiges Argument, warum wir alle Erwerbstätigen - also auch Handwerkerinnen und Handwerker, Freiberufliche und Selbstständige schnell in die gesetzliche Rentenversicherung aufnehmen sollten“.
Matthias W. Birkwald und Michael Popp darüber, wie die Ampel-Koalition die gesetzliche Rente in den nächsten Jahren absehbar ins Defizit fährt
Rentenpolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Attraktivere Hinzuverdienstmöglichkeiten dürfen nicht über ein zu niedriges Rentenniveau, eine zu hohe Regelaltersgrenze und fehlende alter(n)sgerechte Arbeitsplätze hinwegtäuschen“
Matthias W. Birkwald kritisiert Wiedereinführung des Nachholfaktors durch die Ampel-Koalition. „Das wäre ein fatales Signal für die Rentnerinnen und Rentner und zeigt, wie SPD und GRÜNE der FDP auf den Leim gehen.“
Matthias W. Birkwald plädiert für Möglichkeit freiwilliger Zusatzbeiträge in der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung für alle ab 40
Matthias W. Birkwald kritisiert bei nd online Rentenpolitik der Ampel: „SPD und Grüne haben sich hier von der FDP die Butter vom Brot nehmen lassen“. Geschont würden dagegen mal wieder die Unternehmen, während die Versicherten „für das Aktienexperiment der FDP“ doppelt zahlen müssten, sagt Birkwald.
„Die Regelaltersgrenze liegt derzeit bei etwa 66 Jahren und wird bis 2031 auf 67 Jahre weiter angehoben werden. Vor allem Beschäftigte mit körperlich oder psychisch anstrengenden Berufen schaffen es allerdings bereits heute kaum, bis zu ihrem 60. Geburtstag durchzuhalten.“
SPD, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und FDP haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt, der in der Rentenpolitik viele Fragen offen lässt und mit 'Haltelinien', 'Prüfaufträgen' und der Neuauflage von in den vergangenen vier Jahren nicht Erledigtem, eher nach Stillstand als nach Neustart oder gar Fortschritt aussieht ...
"Der heute erschienene OECD-Bericht "Pensions at a Glance" zeigt es deutlich: Unser Rentensystem wurde in den vergangenen Jahren kaputtgespart, im internationalen Vergleich ist Deutschland mittlerweile weit abgeschlagen“, erklärt Matthias W. Birkwald, Rentenexperte der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Birkwald weiter:
Das einzig Gute an den Koalitionsbeschlüssen zur Rente ist, dass die FDP sich mit ihren radikalen Angriffen auf die gesetzliche Rente nicht durchsetzen konnte: Die Regelaltersgrenze wird nicht erhöht, und das Mindestrentenniveau von 48 Prozent ohne Rechentricks bleibt als untere Haltelinie erhalten. Eine echte Aktienrente zu Lasten der gesetzlichen Rente wird es nicht geben. Aber: Das Ergebnis dieses Abwehrkampfs heißt Sozialdemokratischer Stillstand im Kampf für ein höheres Rentenniveau. Auf die große Frage, wie die stetig steigende Altersarmut bekämpft werden soll, finden sich in dem Dokument keine Antworten. Mit rentenpolitischem ‚Fortschritt’ oder gar einem ‚Neustart‘ hat das nichts zu tun"
Wir brauchen jetzt ein Finanzierungskonzept für eine starke und stabile gesetzliche Rente. Nach der Nullrunde in diesem Jahr und zwei Rentenerhöhungen in den kommenden Jahren droht 2024 schon die nächste Nullrunde. Nach dem Blick auf die Heizkostenrechnung und die ja auch insgesamt steigenden Lebenshaltungskosten wird von der Rentenerhöhung nicht viel im Geldbeutel übrig bleiben ...
DIE LINKE unterstützt die Forderungen des Netzwerks Gerechte Rente und fordert eine Wiederanhebung des Mindestrentenniveaus von 48 auf lebensstandardsichernde 53 Prozent.
Die Debatte über eine mögliche Aktienrente erfreut sich großer Popularität. Doch sollten wir die liberal-konservativen Mythen von der zu teuren gesetzlichen Rente endlich hinter uns lassen. Ein Gastbeitrag.
Bei nd online kommen verschiedene Stimmen zu den rentenpolitischen Plänen der wahrscheinlichen 'Ampel-Koalition' zu Wort. Neben dem ver.di-Vorsitzenden Frank Werneke kommt auch Matthias W. Birkwald als rentenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag zu Wort. „Was wir jetzt brauchen, ...
„Die klare Botschaft der LINKEN im Bundestag an die Gewerkschaften lautet: Von allen im Bundestag vertretenen Parteien steht nur DIE LINKE für eine deutliche Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent und eine Rücknahme der Rente erst ab 67“, erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, mit Blick auf den Rentenaktionstag des DGB am 21. September. Birkwald weiter:
Matthias W. Birkwald diskutiert mit weiteren fachkundigen Gästen in Sendung des SWR
Umfragen zufolge sah es lange so aus, also ob CDU/CSU und FDP zusammen mit den Grünen oder SPD die kommende Regierung führen. Mittlerweile liegt die SPD vorn. Versicherungsmagazin hat die Parteien zu ihren Plänen für die Assekuranz und Branchenverbände zu ihren Erwartungen befragt. Und wie sehen die Pläne der Linken aus? Ein Interview mit Matthias W ...
Aus der Ankündigung des 'nd': „Der eine will das Rentenalter an die Lebenserwartung koppeln, der andere will es senken. Ein Streitgespräch über Knochenjobs, brutale Prinzipien und Besserverdienende, die länger leben„“.
Aktueller denn je: Ausführliches Interview im „Versicherungsboten“ zu allen wichtigen Fragen rund um die gesetzliche und die private Rente
Bundestagsrede in der Orientierungsdebatte am 26. Januar 2022